Stummfilm Orgel Festival #5 – Kino Babylon Berlin

Festivalplakat 2014 - Kino Babylon Berlin

Zum 5. Mal lädt das Kino Babylon in Berlin zum Stummfilm Festival

Freitag, 18. Juli 2014, 20:00 Uhr  – Eröffnung –
Ossi Oswalda – Kesse Berliner Großstadtpflanze, Star früher Lubitsch-Komödien
Eine tolle Nacht

D 1926. R: Richard Oswald. Mit Ossi Oswalda, Harry Liedtke, Henry Bender, Paul Graetz, Kurt Gerron, Hermann Picha u.a. Länge: 79 Min. 35mm
an der KinoOrgel: Anna Vavilkina

Ein spießiger Unternehmer aus der Provinz besucht Berlin, um sich im Nachtleben der Hauptstadt auszutoben. Dies bedeutet für ihn nichts anderes als: Jagd nach erotischen Abenteuern. „In einem bunten Reigen von Tanzgirls und Polizisten, Varieté-Artisten und Kaschemmen-Typen, Schuhkünstlern, Kanonenkönigen, indischen Radjas und Ringkämpfern pendelt er zwischen molligen Separées, strahlenden Restaurants und Tanzdielen, Polizeiwachstuben und Spelunken hin und her.“ (Illustrierter Film-Kurier, Nr. 561, 1926).

Samstag, 19. Juli 2014, 18:00 Uhr
Conrad Veidt – Das Gesicht des expressionistischen Stummfilms.
Die Liebschaften des Hektor Dalmore

D 1920. R: Richard Oswald. Mit Conrad Veidt, Erna Morena, Kitty Moran, Helene Ford, Sascha Gura, Lya de Putti. Länge: 76 Min. 35mm
an der KinoOrgel: Florian C. Reithner

Conrad Veidt als moderner Don Juan im Leistungsstress, der einen Doppelgänger beschäftigt, um all seine erotischen Verbindungen bewältigen zu können.
Dann begegnet er einer verheirateten Frau, die ihn abblitzen lässt. Dies treibt ihn umso mehr an. Schon wettet er mit ihrem Mann auf ihre Untreue. Doch dann kommt alles ganz anders…

Samstag, 19. Juli 2014, 19:30 Uhr
Lya de Putti – Vamp der 1920er Jahre.
Varieté

D 1925. R: E.A. Dupont. Mit Lya de Putti, Emil Jannings, Maly Delschaft, Kurt Gerron, Warwick Ward. Länge: 104 Min. 35mm
an der KinoOrgel: Anna Vavilkina

Huller, ein einst bekannter Artist, leitet seit einem Arbeitsunfall eine Schaubude auf St. Pauli. Dort läuft ihm die Tänzerin Berta-Marie zu. Er verfällt ihr und verlässt seine Familie, um mit dem jüngeren Mädchen ein neues Leben zu beginnen. Die beiden finden in Berlin ein Engagement und treten gemeinsam mit dem berühmten Trapezkünstler Artinelli im ‚Wintergarten‘ auf. Doch dann betrügt Berta-Marie ihren besitzergreifenden Freund… Begierde und Schrecken in einer Ménage a trois, von E.A. Dupont meisterhaft realistisch inszeniert.

Samstag, 19. Juli 2014, 22:00 Uhr
le cinéma abstrait:   Begleitung: DJ Raphaël Marionneau

Conrad Veidt – Das Gesicht des expressionistischen Stummfilms.
Das Cabinet des Dr. Caligari

D 1919/20, R: Robert Wiene. Mit Werner Krauss, Conrad Veidt, Lil Dagover, Friedrich Fehér, Hans Heinrich von Twardowski. Länge: 71 Min, 35 mm

Mit Hilfe eines somnambulen, mordenden Mediums terrorisiert der seltsame Schausteller Dr. Caligari eine norddeutsche Kleinstadt. Entstanden unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkriegs, begründete dieser erste expressionistische Film nicht nur den Weltruf der deutschen Filmkunst, er ist auch ein Schlüsselwerk zum Thema Schrecken.

Musik: DJ Raphaël Marionneau

Samstag, 19. Juli 2014, 00:00 Uhr – Stummfilm um Mitternacht. 0 Uhr = 0 Euro
Max Schreck – Nomen est Omen: Nie gab es einen trefferenden Kino-Vampir
Nosferatu EINTRITT FREI

D 1922. R: Friedrich Wilhelm Murnau. Mit Gustav von Wangenheim, Max Schreck, Alexander Granach, Greta Schröder, u.a. Länge: 78 Min, 35 mm
an der KinoOrgel: Anna Vavilkina

Der junge Hutter wird von seinem Chef einem gewissen Grafen Orlock nach Transsilvanien geschickt, der sich in Hutters Heimadtstadt Wisborg ein Haus kaufen möchte. Die Reise gerät zum Horrortrip.
Vampirismus als Metapher des Krieges der Toten gegen die Lebenden, der nur durch das Opfer einer Liebenden beendet werden kann. Ein Gerichtsurteil wegen Plagiats (von Bram Stokers „Dracula“) verurteilte Murnaus Film selbst zur Vernichtung. Doch Kopien von „Nosferatu“ überlebten in ausländischen Archiven, der heute als Mutter aller Vampir-Filme gilt.

Sonntag, 20. Juli 2014, 17:00 Uhr
Anita Berber – Dida Ibsens Geschichte

D 1918. R: Richard Oswald. Mit Anita Berber, Conrad Veidt, Werner Krauss, Emil Lind, Ernst Pitschau, Eugen Rex. Länge: 57 Min. 35mm
an der KinoOrgel: Anna Vavilkina

Dida, eine junge Frau, soll einen reichen Bauern heiraten, den sie nicht liebt. Sie lernt einen anderen Mann kennen und flieht mit ihm in die Stadt.
Obwohl sie sich lieben, können sie nicht heiraten. In einem Weinrestaurant lernt sie einen Globetrotter kennen, der in den Tropen an Malaria erkrankt ist. Zwischen Dida und dem Mann entwickelt sich eine sadomasochistische Beziehung…

Sonntag, 20. Juli 2014, 18:30 Uhr
Anita Berber – Nackttänzerin, Morphinistin, geniale Künstlerin:
Unheimliche Geschichten

D1919. R: Richard Oswald. Mit Conrad Veidt, Anita Berber, Reinhold Schünzel, Hugo Döblin. Länge: 112 Min. 35mm/Digital
an der KinoOrgel: Anna Vavilkina und Florian C. Reithner

Fünf Variationen über den Einbruch des Horrors in den Alltag. So sucht etwa Conrad Veidt in einem Hotel nach einer Frau, die dort spurlos verschwunden ist. Hat er sich ihren Besuch nur eingebildet? Nach Erzählungen u.a. von Edgar Allan Poe, Robert Louis Stevenson und Anselma Heine. Mit Skandaltänzerin Anita Berber in einer Hauptrolle. Meisterhaftes Beispiel für die gruselige Seite in Oswalds Schaffen.

Montag, 21. Juli 2014, 18:30 Uhr
Eugen Klöpfer – der erdverbundene, schwerblütige Typ
Die Straße

D 1923. R: Karl Grune. Mit Eugen Klöpfer, Lucie Höflich, Aud Egede-Nissen, Anton Edthofer. Länge: 82 Min. 35mm
an der KinoOrgel: Florian C. Reithner

Ein Mann möchte aus der Monotonie seines bürgerlichen Alltags ausbrechen und stürzt sich in das Treiben der nächtlichen Großstadt. Als er einer Prostituierten in ein Nachtlokal folgt, setzt dies eine Kette fataler Ereignisse in Gang, die ihm fast den Kopf kostet.
Die dramatische Variante von Oswalds „Eine tolle Nacht“ reflektiert die ambivalente Faszination großstädtischen Nachtlebens, wo Verheißung und Verderben dicht beieinander liegen.

Montag, 21. Juli 2014, 20:00 Uhr
Louise Brooks – modernes City Girl, d i e  Ikone des späten Stummfilms
Tagebuch einer Verlorenen

D 1929. R: Georg Wilhelm Pabst. Mit Louise Brooks, Fritz Rasp, Edith Meinhard, Valeska Gert u.a. Länge: 104 Min., 35 mm
an der KinoOrgel: Anna Vavilkina

Die junge Apothekerstocher Thymian wird vom Angestellten ihres Vaters verführt und wird nach der Geburt ihres Kindes in ein Heim gesteckt, wo sie unter der Strenge der sadistischen Erzieher zu leiden hat. Sie flüchtet und landet im Bordell einer Großstadt, wo es ihr gut gefällt.

Montag, 21. Juli 2014, 22:30 Uhr
Werner Krauss: Das Wachsfigurenkabinett

D 1923/24. R: Paul Leni. Mit Emil Jannings, Conrad Veidt, Werner Krauss, Wilhelm Dieterle u.a. Länge: 85 Min. 35mm
an der KinoOrgel: Florian C. Reithner

Kalif Harun al Raschid, Iwan der Schreckliche und Jack the Ripper als Wachsfiguren, die, zum Leben erweckt, jeder in seiner Zeit und auf seine Art Angst und Schrecken verbreiten. Ein visuell ungewöhnlicher Episodenfilm mit den Spitzenkräften deutscher Schauspielkunst der 1920er Jahre und von Regisseur Paul Leni entworfenen, expressionistischen Szenenbildern.

Dienstag, 22. Juli 2014, 18:00 Uhr
Hans Stüwe – Moderner, hypersensibler Held
Dr. Bessels Verwandlung

D 1927 R: Richard Oswald. Mit Hans Stüwe, Jakob Tiedtke, Sophie Pagai, Gertrud Eysoldt, Kurt Gerron Betty Astor, Rosa Valetti u.a. Länge: 111 Min. 35mm
an der KinoOrgel:  Florian C. Reithner

Ein Mann zieht gerne in den Krieg, denn er ist lebensmüde, weil ihn seine Frau betrügt. Doch er überlebt die Schlachten, nimmt die Identität eines gefallenen französischen Soldaten an und verliebt sich in dessen Verlobte. Kann dies gut gehen? Oswald beleuchtet in diesem Melodram die Befindlichkeit einer durch die Schrecken des Krieges verstörten Generation.

Dienstag, 22. Juli 2014, 20:30 Uhr
Asta Nielsen – Legende des frühen Stummfilms
Der Reigen

D 1920. R: Richard Oswald. Mit Asta Nielsen, Conrad Veidt, Eduard von Winterstein, Irmgard Bern, Theodor Loos, Hugo Döblin u.a. Länge: 83 Min. 35mm
an der KinoOrgel: Florian C. Reithner

Drama um sexuelle Abhängigkeit einer jungen Frau aus der Unterschicht. Von ihren Eltern verstoßen, von ihrem Klavierlehrer verführt, einem Zuhälter hörig, erklimmt sie die gesellschaftliche Stufenleiter, als sie einen Großkaufmann heiratet. Doch dann verliebt sie sich in dessen Bruder… Erst am Schluss gelingt es der Protagonistin, ihrer Sucht nach Anerkennung und den Teufelskreis aus Begehren und Begehrtwerden zu durchbrechen.

Dienstag, 22. Juli 2014, 22:30 Uhr
Conrad Veidt: Orlacs Hände

D 1924. R: Robert Wiene. Mit Conrad Veidt, Alexandra Sorina, Carmen Cartellierei, Fritz Kortner, Paul Askonas, Fritz Strassny. Länge: 91 Min. 35mm
an der KinoOrgel: Anna Vavilkina

Als „düster, schrecklich, gespenstisch, grauenvoll“ charakterisierte die Zeitschrift „Der Kinematograph“ diesen Horrorfilm um einen Pianisten, der bei einem Unfall beide Hände verliert, worauf ihm die Hände eines Mörders transplantiert werden. Er verliert nicht nur seine Spielkunst, sondern ist zunehmend von der Vorstellung besessen, durch die Hände des Mörders auch dessen brutale Neigungen bekommen zu haben. Eine Aufarbeitung des Kriegstraumas der ganz eigenen Art.

Mittwoch, 23. Juli 2014, 20:00 Uhr
Betty Amann – Femme Fatale mit Pfälzer Wurzeln
Asphalt

D 1928/29. R: Joe May. Mit Betty Amann, Gustav Fröhlich, Albert Steinrück, Hans Albers, Rosa Valetti. Länge: 93 Min. 35mm
an der KinoOrgel: Florian C. Reithner

Brillantenelse wird nach einem versuchten Juwelendiebstahl von Polizeiwachtmeister Holk festgenommen. Unter einem Vorwand nimmt Else den Polizisten mit zu sich in die Wohnung und verführt ihn. Holk lässt Else laufen. Doch als er Else wieder besucht, trifft er auf ihren Freund, einen international gesuchten Gangster. Es kommt zu einem Handgemenge, bei dem der Ganove stirbt. Holk wird als Tatverdächtiger verhaftet.

Mittwoch, 23. Juli 2014, 22:00 Uhr
Anita Berber – Nackttänzerin, Morphinistin, geniale Künstlerin:
Lucrezia Borgia

D 1922. R: Richard Oswald. Mit Liane Haid, Conrad Veidt, Albert Bassermann, Paul Wegener, Heinrich George, Wilhelm Dieterle, Anita Berber. Länge: 96 Min., 35mm
an der KinoOrgel: Anna Vavilkina

Erotik und Gewalt im Florenz der Renaissance, das Oswald als Sumpf aus Intrigen, Inzucht und Tabulosigkeit zeigt. Im Zentrum des Geschehens: Das Duell zwischen einer lebenslustigen, starken Frau, die die Fesseln ihrer familiären Bindungen abstreifen will und ihrem schurkenhaften Bruder. Mit einer Einlage der Skandaltänzerin Anita Berber.

Weltpremiere der neurestaurierten und viragierten Fassung

Donnerstag, 24. Juli 2014, 18:00 Uhr
Erna Morena – Grande Dame des deutschen Stummfilms
Nerven

D 1919. R: Robert Reinert. Mit Eduard von Winterstein, Lia Borré, Erna Morena, Paul Bender, Lili Dominici. Länge: 110 Min. Digital
an der KinoOrgel: Anna Vavilkina

Der Film zeigt das Leben dreier Menschen, von denen jeder auf ganz persönliche Art an den Folgen des Krieges leidet: Ein Unternehmer hat den Glauben an den technischen Fortschritt verloren, seit er dessen zerstörerische Kräfte erkannt hat. Die Liebe zweier Menschen zerbricht… „In meinen eigenen Nerven erkenne ich die Nerven der Welt. Die Nerven der Welt sind krank“. Visuell ungewöhnliches Werk

Donnerstag, 24. Juli 2014, 20:00 Uhr
Lya de Putti – Vamp der 1920er Jahre
Varieté

D 1925. R: E.A. Dupont. Mit Lya de Putti, Emil Jannings, Maly Delschaft, Kurt Gerron, Warwick Ward. Länge: 104 Min. 35mm
an der KinoOrgel: Florian C. Reithner

Huller, ein einst bekannter Artist, leitet seit einem Arbeitsunfall eine Schaubude auf St. Pauli. Dort läuft ihm die Tänzerin Berta-Marie zu. Er verfällt ihr und verlässt seine Familie, um mit dem jüngeren Mädchen ein neues Leben zu beginnen. Die beiden finden in Berlin ein Engagement und treten gemeinsam mit dem berühmten Trapezkünstler Artinelli im ‚Wintergarten‘ auf. Doch dann betrügt Berta-Marie ihren besitzergreifenden Freund… Begierde und Schrecken in einer Ménage a trois, von E.A. Dupont meisterhaft realistisch inszeniert.

Donnerstag, 24. Juli 2014, 22:00 Uhr
Hans Stüwe – Moderner, hypersensibler Held
Feme

D 1927. R: Richard Oswald. Mit Hans Stüwe, Eduard Rothauser, Mathilde Sussin, Grete Mosheim, Rudolf Forster, Friedrich Kayssler, Adele Sandrock, Bernhard Goetzke, Kurt Gerron, Paul Henckels. Länge: 86 Min. 35mm
an der KinoOrgel: Anna Vavilkina

Ein junger Mann begeht einen terroristischen Mordanschlag auf einen Minister. Die Tat wirft ihn aus der Bahn: er selbst kann sich die Tat am wenigsten verzeihen und zerbricht schließlich an seiner Schuld. Hans Stüwe spielt den Mörder zwischen psychischer Unbehaustheit und Verletzlichkeit und zeichnet damit das Psychogramm einer durch die sozialen und politischen Verwerfungen der Nachkriegszeit geprägten Generation.

Freitag, 25. Juli 2014, 19:00 Uhr
Asta Nielsen – Legende des frühen Stummfilms
Die freudlose Gasse

D 1925. R: Georg Wilhelm Pabst. Mit Asta Nielsen, Greta Garbo, Werner Krauss, Valeska Gert, Agnes Esterhazy, u.a. Länge: 151 Min. 35mm
an der KinoOrgel: Anna Vavilkina

Die dunkle Seite der Sinnlichkeit: in einem Schattenreich sozial Deklassierter, die Tür an Tür mit Krisenprofiteuren wohnen, begeht ein Straßenmädchen einen Mord aus Eifersucht. Ein Bürger verliert sein Vermögen an der Börse, seine Tochter landet im Bordell, der die Nachbarschaft tyrannisierende Fleischer wird erschlagen. Nach einer Vorlage des sozialkritischen Wiener Autors Hugo Bettauer zeichnete G.W. Pabst den Mikrokosmos einer durch Armut und Inflation geprägten Nachkriegsgesellschaft in moralischer Auflösung.

Freitag, 25. Juli 2014, 22:00 Uhr  le cinéma abstrait – Begleitung: DJ Raphaël Marionneau
Max Schreck – Nomen est Omen: Nie gab es einen trefferenden Kino-Vampir
Nosferatu

D 1922. R: Friedrich Wilhelm Murnau. Mit Gustav von Wangenheim, Max Schreck, Alexander Granach, Greta Schröder, u.a. Länge: 78 Min. 35 mm

Der junge Hutter wird von seinem Chef einem gewissen Grafen Orlock nach Transsilvanien geschickt, der sich in Hutters Heimadtstadt Wisborg ein Haus kaufen möchte. Die Reise gerät zum Horrortrip.
Vampirismus als Metapher des Krieges der Toten gegen die Lebenden, der nur durch das Opfer einer Liebenden beendet werden kann. Ein Gerichtsurteil wegen Plagiats (von Bram Stokers „Dracula“) verurteilte Murnaus Film selbst zur Vernichtung. Doch Kopien von „Nosferatu“ überlebten in ausländischen Archiven, der heute als Mutter aller Vampir-Filme gilt.

Musik: DJ Raphaël Marionneau

Samstag, 26. Juli 2014, 16:30 Uhr
Thomas Eichberg – Das Geheimniss von Babylon
mit Hans-Joachim Eichberg und an der KinoOrgel: Anna Vavilkina

D 2014, R: Thomas Eichberg mit Hans Joachim Eichberg, Länge ca. 45 Min. digital

Premiere in Anwesenheit des Regisseurs und Hans Joachim Eichberg

Hans Joachim Eichberg führt durch die Kinoorgel des Babylon.
Eine faszinierende Begegnung mit Tönen und Klängen hinter der Filmleinwand.

Produktion: EichbergFilm 2014

Samstag, 26. Juli 2014, 17:30 Uhr
Conrad Veidt – Das Gesicht des expressionistischen Stummfilms
Das Wachsfigurenkabinett

D 1923/24. R: Paul Leni. Mit Emil Jannings, Conrad Veidt, Werner Krauss, Wilhelm Dieterle u.a. Länge: 85 Min. 35mm
an der KinoOrgel: Anna Vavilkina

Kalif Harun al Raschid, Iwan der Schreckliche und Jack the Ripper als Wachsfiguren, die, zum Leben erweckt, jeder in seiner Zeit und auf seine Art Angst und Schrecken verbreiten. Ein visuell ungewöhnlicher Episodenfilm mit den Spitzenkräften deutscher Schauspielkunst der 1920er Jahre und von Regisseur Paul Leni entworfenen, expressionistischen Szenenbildern.

Samstag, 26. Juli 2014, 19:30 Uhr
Louise Brooks – modernes City Girl, d i e  Ikone des späten Stummfilms
Die Büchse der Pandora

D 1928/29. R: Georg Wilhelm Pabst. Mit Louise Brooks, Fritz Kortner, Franz Lederer, Carl Goetz, Alice Roberts u.a. Länge: 110 Min. 35mm (auch Digital – 131 Min.)
an der KinoOrgel: Anna Vavilkina

Das junge, attraktive Showgirl Lulu ist die Geliebte des prominenten Chefredakteurs Schön. Seiner sozialen Stellung entsprechend, möchte er eine Frau aus seinen Kreisen heiraten und sich von Lulu trennen. Durch einen Skandal platzt die Hochzeit. Schön heiratet stattdessen Lulu, stirbt aber schon in der Hochzeitsnacht durch eine Kugel. Lulu wird wegen Mordes angeklagt, entkommt aber aus dem Gerichtssaal und setzt ihre Affäre mit dem Sohn des Verstorbenen fort. Ihre Flucht vor der Polizei führt sie ins Ausland. Damit beginnt Lulus eigentliche Odyssee…
Freie Adaption des gleichnamigen Theaterstücks von Frank Wedekind und seines Bühnendramas „Erdgeist“ mit Louise Brooks als Lulu. Der erste Film, in dem lesbische Liebe bzw. Bisexualität offen thematisiert wurde.

Samstag, 26. Juli 2014, 22:00 Uhr

Conrad Veidt – Das Cabinet des Dr. Caligari

D 1919/20, R: Robert Wiene. Mit Werner Krauss, Conrad Veidt, Lil Dagover, Friedrich Fehér, Hans Heinrich von Twardowski. Länge: 71 Min, 35 mm
an der KinoOrgel:  Florian C. Reithner

Mit Hilfe eines somnambulen, mordenden Mediums terrorisiert der seltsame Schausteller Dr. Caligari eine norddeutsche Kleinstadt.
Entstanden unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkriegs, begründete dieser erste expressionistische Film nicht nur den Weltruf der deutschen Filmkunst, er ist auch ein Schlüsselwerk zum Thema Schrecken.

Samstag, 26. Juli 2014, 24:00 Uhr STUMMFILM UM MITTERNACHT

Erotische Fundstücke des frühen Stummfilms   EINTRITT FREI  Reservierung empfohlen:

an der KinoOrgel: Florian C. Reithner

Sonntag, 27. Juli 2014, 16:00 Uhr

Conrad Veidt – Orlacs Hände

D 1924. R: Robert Wiene. Mit Conrad Veidt, Alexandra Sorina, Carmen Cartellierei, Fritz Kortner, Paul Askonas, Fritz Strassny. Länge: 91 Min. 35mm
an der KinoOrgel: Florian C. Reithner

Als „düster, schrecklich, gespenstisch, grauenvoll“ charakterisierte die Zeitschrift „Der Kinematograph“ diesen Horrorfilm um einen Pianisten, der bei einem Unfall beide Hände verliert, worauf ihm die Hände eines Mörders transplantiert werden. Er verliert nicht nur seine Spielkunst, sondern ist zunehmend von der Vorstellung besessen, durch die Hände des Mörders auch dessen brutale Neigungen bekommen zu haben. Eine Aufarbeitung des Kriegstraumas der ganz eigenen Art.

Sonntag, 27. Juli 2014, 18:00 Uhr

Conrad Veidt – Das Cabinet des Dr. Caligari

D 1919/20, R: Robert Wiene. Mit Werner Krauss, Conrad Veidt, Lil Dagover, Friedrich Fehér, Hans Heinrich von Twardowski. Länge: 71 Min. 35 mm
an der KinoOrgel: Anna Vavilkina

Mit Hilfe eines somnambulen, mordenden Mediums terrorisiert der seltsame Schausteller Dr. Caligari eine norddeutsche Kleinstadt.
Entstanden unmittelbar nach Ende des Ersten Weltkriegs, begründete dieser erste expressionistische Film nicht nur den Weltruf der deutschen Filmkunst, er ist auch ein Schlüsselwerk zum Thema Schrecken.

 

Weitere Informationen und ggf. Programmänderungen erfahren sie auf der Internetseite des Kino Babylon.

Eintrittspreise
Eintritt 12,-€ erm. 8,-€, (6,-€ Film & 6,-€ Musik / 4,-€ Film & 4,-€ Musik)

– Stummfilm um Mitternacht am Sa 19.7. 24:00 0 Euro EINTRITT FREI (Nosferatu)
– Stummfilm um Mitternacht am Sa, 26.7.  24:00 0 Euro EINTRITT FREI (Erotische Fundstücke des frühen Stummfilms) > weitere Informationen beim Kino Babylon Berlin